Geschichtliche Entwicklungen

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Das Computerzeitalter

Etwa in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts fing ein Zeitalter an, welches mit rasender Geschwindigkeit alle Bereiche des Lebens veränderte - das » Computerzeitalter «. Und kaum eine andere technische und kulturgeschichtliche Entwicklung verläuft ebenfalls so rasant wie die der Computer. Was am Anfang der 1980er-Jahre noch als » Elektronischer Datenverarbeitung « bezeichnet wurde, ging dann am Ende der 1990er-Jahre in » Informationstechnologie « über und ist heute » Digitales Informationsmanagement «

Das Computerarchiv München zeigt mit Bildergalerien, Videos und Leitartikeln die Entwicklung der Computer-Technologie sowie den Fortschritt des digitalen Informationsmanagements.

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Vintage- & Retro-Computer

Das englische Wort » vintage « bedeutet in diesem Zusammenhang » traditionell « und » retro « bezeichnet eine vergangene Technik-Epoche.

Ein Vintage- oder Retro-Computer ist also ganz einfach gesagt ein Computer einer zurückliegenden Zeit - meist die 1980er- oder 1990er–Jahren, teilweise sogar noch früher. Seine Technologie entspricht damit nicht mehr dem gegenwärtigen technischen Entwicklungstand.

Dennoch können diese Geräte auch heute noch voll funktionstüchtig und vergleichsweise immer noch recht leistungsfähig sein. Mitunter kann Vintage- und Retro-Hardware unter bestimmten Gesichtspunkten sogar mache Vorteile gegenüber heutiger Technologie haben.

Bei Vintage- und Retro-Technologie ist es aber teilweise recht schwierig, ein gut erhaltenes und fehlerfrei funktionierendes Artefakt zu erhalten.

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Der Personal Computer

Der Begriff » Personal Computer « oder kurz » PC « wird oft falsch verstanden und zudem noch oft falsch ausgesprochen.

Denn das Wort » personal «  in Personal Computer bedeutet in diesem Zusammenhang dabei nicht  » wird in der Personalabteilung eingesetzt « oder gar » wird für die Personalabrechnung verwendet «, sondern es bedeutet » privat « oder » persönlich «.

Ein Personal Computer ist demnach ein Digitalrechner, der von einer einzelnen Person erworben und bedient werden kann. Denn vor der PC-Ära konnten Computer nur von sehr großen Institutionen wie z. B.  Forschungseinrichtungen oder Großbetrieben angeschafft und eingesetzt werden.

In den Anfängen des elektronischen Datenverarbeitungszeitalters war die Verbreitung von Computer noch recht überschaubar, was vor allem daran lag, daß diese Geräte mehrere kleiderschrank–große Stahlschränke füllten und anfangs noch ein ganzes Vermögen kosteten.

Der Betrieb einer Computeranlage verbrauchte damals noch eine enorme Energiemenge, die Bedienung war zudem extrem kompliziert und man benötigte dazu gleich ein ganzes Team von Computer-Spezialisten.

Daten digital zu verarbeiten war ein sehr kostenaufwendiges Unterfangen, daher waren die berechneten Ergebnisse seinerzeit meist auch nur dem Top-Management zugänglich.

Das rasante Entwicklungswachstum brachte immer noch günstigere Computermodelle hervor, die dabei immer noch kleiner und noch leistungsstärker wurden. So wurde aus der Anlage, die einst nur von großen Institutionen angeschafft und eingesetzt werden konnte, mit der Zeit ein alltäglicher Gegenstand für jedermann - eben ein Personal Computer.

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Der Homecomputer - BASIC–programmierbar

Ein Homecomputer ist ein Computer aus den 1980er–Jahren für den privaten Haushalt, der sich durch folgende Merkmale auszeichnet:

  • Die Tastatur ist im Gehäuse integriert.
  • Als Anzeige wird ein Fernseher mit Antennenanschluß verwendet. Nur sehr wenige Modelle haben einen eigenen Monitor. So konnten in den 1980er–Jahren die erste finanziell erschwinglichen Computer für eine breite Käuferschicht auf den Markt gebracht werden.
  • Das Betriebssystem ist auf einem Speicher–Chip untergebracht und damit sofort nach dem Einschalten bereit. Eine Aktualisierung des Betriebssystems ist nicht möglich, da der Speicher-Chip nur lesbar und nicht überschreibbar ist.
  • Keine grafische Oberfläche und auch keine Maus–Bedienung. Nach dem Einschalten blinkt lediglich die Eingabeschreibmarke (cursor) und wartet auf das Eintippen eines BASIC–Programms  oder das Laden eines BASIC- oder Assembler–Programms von Audio–Kasette oder Floppy–Disk.
  • Nur auf das jeweilige Homecomputer–Modell abgestimmte Software ist ausführbar. Programme sind also inkompatibel zu Geräten anderer Hersteller und großteils auch inkompatibel zu anderen Modellen des gleichen Herstellers. Grund dafür ist der Unterschied im Hardware–Aufbau von Modell zu Modell. Speziell im Grafik- & Klangerzeugungsbereich gibt es enorme Leistungs- und Qualitätsunterschiede.
  • Der Arbeitsspeicher liegt im Bereich von wenigen Kilobytes.
  • Kein integrierter, dauerhafter Massenspeicher. Daher auch kein Dateisystem.
  • Alle Peripherie–Geräte sind fast durchgängig proprietär, d. h. sie können also fast ausschließlich nur hersteller- und teilweise sogar auch nur modellspezifisch verwendet werden.

Neben der Benutzung als Spielkonsole war es durch Homecomputer möglich, eigenständig die Programmierung in BASIC und Assembler zu erlernen. Am Zeitschriftenmarkt waren in den 1980er–Jahren zahlreiche Computermagazine erhältlich, die Programme in Form von » Listings « zum selbst–abtippen enthielten.

In den 1980er–Jahren waren Homecomputer der Hersteller » Atari «, » Commodore «, » Schneider / Amstrad « und » Sinclair « am meisten verbreitet. Die Geräte sind untereinander nicht kompatibel, jedoch konnten BASIC–Programme sehr eingeschränkt angepasst werden, sofern sie keine modellspezifischen Leistungsmerkmale verwendeten.

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Der Pocketcomputer

Ein Pocketcomputer ist ein batteriebetriebener, tragbarer Kleincomputer aus den 1980er–Jahren, der sich durch folgende Merkmale auszeichnet:

  • Überwiegend im Querformat gebaut.
  • Austauschbare Standardbatterien oder Knopfzellen, die einen wochenlangen, mitunter monatelangen Betrieb erlauben.
  • Eine integrierte Tastatur, keine Stiftbedienung.
  • Eine monochrome LC-Anzeige, die meist einzeilig ist und überwiegend keine Grafikdarstellung erlaubt.
  • Ein Arbeitsspeicher im Bereich von wenigen Kilobytes. Der Speicherinhalt  ist durch die Batterie geschützt und bleibt daher auch nach dem Ausschalten des Pocketcomputers erhalten.
  • Kein integrierter, dauerhafter Massenspeicher mit Dateisystem.
  • Programmierung fast ausschließlich in BASIC. Programme von anderen Pocketcomputer-Modellen sind, wenn überhaupt, nur nach individuellen Anpassungen lauffähig, weil jeder Hersteller einen eigenen BASIC-Dialekt verwendet.
  • Keine Möglichkeit zum Datenabgleich mit einem PC.

Im Grunde genommen sind Pocketcomputer eher BASIC-programmierbare Taschenrechner im Querformat und ähnlich wie bei Homecomputer gelten auch für Pocketcomputer:

  • Das Betriebssystem ist auf einem Speicher–Chip untergebracht und damit sofort nach dem Einschalten bereit. Eine Aktualisierung des Betriebssystems ist nicht möglich, da der Speicher-Chip nur lesbar und nicht überschreibbar ist.
  • Keine grafische Oberfläche. Nach dem Einschalten blinkt lediglich die Eingabeschreibmarke (cursor) und wartet auf das Eintippen eines BASIC–Programms  oder das Laden eines Programms von Audio–Kasette.
  • Alle Peripherie–Geräte sind fast durchgängig proprietär, d. h. sie können also fast ausschließlich nur hersteller- und teilweise sogar auch nur modellspezifisch verwendet werden.

In den 1980er–Jahren waren Pocketcomputer der Hersteller » Sharp « und » Casio « am meisten verbreitet. Die Geräte sind untereinander nicht kompatibel, jedoch konnten BASIC–Programme sehr eingeschränkt angepasst werden, sofern sie keine modellspezifischen Leistungsmerkmale verwendeten.

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Der Personal Digital Assistant

Ein Personal Digital Assistant (PDA, persönlicher digitaler Assistent) ist ein akkubetriebener, tragbarer Kleincomputer aus den  1990er–Jahren, der hauptsächlich zur persönlichen Kalender-, Adress- und Aufgabenverwaltung verwendet wird und sich durch folgende Merkmale auszeichnet:

  • Sehr schnell startendes Betriebssystem, welches auf einem Flash-ROM gespeichert ist
  • Grafische Benutzeroberfläche
  • Berührungsempfindliche Anzeige mit Stift-Bedienung in resistiver Technologie realisiert
  • Erkennung von handgeschriebenen Buchstaben, Zahlen & Zeichen auf einem separaten Eingabefeld
  • Installation zusätzlicher Programme meist nur über einen Windows-PC über eine Direktverbindung mittels Kabel, IrDA oder Bluetooth möglich
  • Datenabgleich und -sicherung von allen Anwendungsdaten wie E-Mails, Adressen, Terminen usw. meist nur auf einen Windows–PC über eine Direktverbindung mittels Kabel, IrDA oder Bluetooth möglich

In den 1990er–Jahren gab es noch keine App–Stores und zudem hat ein PDA oft keine direkte Internetverbindung. Daher müssen zusätzliche Programme im Allgemeinen mit Hilfe eines Windows–PCs über eine Direktverbindung mittels Kabel, IrDA oder Bluetooth auf den PDA übertragen werden. Bei dieser Synchronisation (HotSync bzw. ActiveSync) werden dann auch alle Anwendungsdaten des PDAs unmittelbar und ausschließlich nur auf den Windows-PC gesichert und nicht an Internet–Dienste übertragen.

Viele der zusätzlichen PDA–Programme wurden von Privatpersonen als echte Freeware entwickelt. Diese Programme benötigen keinen Zugriff auf persönliche Daten und enthalten weder InApp–Werbung noch InApp-Verkäufe.

Eigene, mittlerweile nicht mehr vorhandene Internet–Dienste wie Plucker, AvantGo oder Mobipocket ermöglichten das Übertragen von zuvor festgelegte Internet–Inhalte mittels eines Windows–PCs auf das Gerät, um diese dann auf dem PDA lesen zu können.

Ein PDA kann nicht komplett abgeschalten werden, sondern wird in einen Bereitschaftsmodus geschalten, in dem zur Erhaltung des Speicherinhalts der Akku weiterhin belastet wird.

Alle Anwendungsdaten eines PDAs werden im internen RAM gehalten und gehen vollständig verloren, wenn der Akku des PDAs entladen ist.

Der Akku ist oft fest im PDA verbaut, ohne der Möglichkeit einer Erneuerung durch den Endanwender. Bei vielen Modellen kann man ihn jedoch mit etwas handwerklichem Geschick dennoch selbst austauschen, ohne das Gerät dabei zu beschädigen.

In den 1990er–Jahren waren PDAs mit dem Betriebssystem » PalmOS « und » Pocket PC « am meisten verbreitet. Die Betriebssysteme sind untereinander nicht kompatibel, jedoch konnten Kalender- und Adresseinträge mit Zusatzprogrammen sehr eingeschränkt mit Outlook und Lotus Notes synchronisiert werden.

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